Neuerscheinung 2010:

Werner Spies
Christo und Jeanne-Claude – Grenzverlegung der Utopie
bup - Berlin University Press
Hrsg. von Markus A. Castor, etwa 200 S., mit 40 farbigen Abbildungen, gebunden
ca. 24,90 Euro (D), 25,60 Euro (A)
978-3-940432-94-0
erscheint: September 2010
Schilderungen der Erregung – Werner Spies begleitet Christos und Jeanne-Claudes Eingriffe in Gesellschaft und Welt
Das vorliegende Buch ist der Erinnerung an Jeanne-Claude gewidmet. Es präsentiert einige der monumentalen Projekte, die das Künstlerpaar im Laufe der letzten vier Jahrzehnte - oft gegen den Rest der Welt - in Angriff genommen hat. Gäbe es nicht die Augenzeugen, die Fotografien von Wolfgang Volz und die Filmaufzeichnungen, könnte man an der Realität dieser Taten zweifeln. Von einer Art Spiel mit dem Topos des Weltwunders, von visuellen Superlativen wollte man reden. Seherlebnisse, Verfremdungen, Spaß, disproportionierter Aufwand für ein Divertissement - all dies lässt sich auf den ersten Blick erleben und braucht keine Interpretation.
Werner Spies hat das Werk von Christo und Jeanne-Claude seit ihrem Auftritt auf der Documenta 1968 verfolgt. Das Buch führt uns von den Pariser Anfängen in der Rue Visconti bis zu den Arbeiten der vergangenen Jahre. Es ist ein Lesebuch, das dem Leser nicht nur das verstörend heilsame, grenzverschiebende Potential der von der Realität eingeholten Utopien nahebringt. Immer geht es auch um die politisch gesellschaftlichen Komplikationen des Unternehmens. Akzeptanz und Widerspruch gehören beide untrennbar zum Werk.
Im Mai 2010 eröffnet im Max-Ernst-Museum in Brühl die Ausstellung „Christo und Jeanne-Claude“.
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Neuerscheinung 2009:
Werner Spies: Der ikonographische Imperativ der Deutschen - Anselm Kiefer, Jörg Immendorf, Neo Rauch und die deutsche Kunst der Nachkriegszeit. Mit einer Laudatio auf Werner Spies von Durs Grünbein, Berlin University Press, ca. 200 Seiten, geb., Abb.
ISBN 978-3-940432-53-7
Neuerscheinung Herbst 2008: Werner Spies, Auge und Wort - Gesammelte Schriften zu Kunst und Literatur, hrsg. von Thomas W. Gaehtgens, unter Mitarbeit von Maria Platte, 1. Auflage (Oktober 2008), Berlin University Press, 10 Bände in Kassette, entworfen von Andreas Gursky, 4.200 Seiten, 800 Farbabbildungen.

Die Einzelbände:
Max Ernst - Collagen / Inventar und Widerspruch, Berlin University Press bup : 2 Bände, ca. 800 Seiten, 300 Abb.
ISBN 978-3-940432-33 >>>

Werner Spies zeigt, wo für ihn persönlich Anlass, Ausgangspunkt und immer wieder neu aufgefasster Kulminationspunkt seiner Beschäftigung mit der Kunst liegen. Die beiden Bände beinhalten die wohl umfassendste und in den Grundideen für alle folgenden Arbeiten Maßstab gebende Auseinandersetzung mit den Collagen von Max Ernst.
"Nous n'avons pas la prétention d'analyser le monde multiple d'où sourd dans sa complexité l'inspiration de Max Ernst...De ceci, on a (toujours chez Werner Spies) une tentative, il faut le dire gigantesque, avec laquelle nous n'essayerons pas ici de rivaliser." Louis Arragon
Max Ernst - Vom Material zum Stil, bup : 2008, 450 Seiten, 200 Abb.,
ISBN 978-3-940432-34-6

Das Werk von Max Ernst in der Gesamtheit vor allem der künstlerischen Techniken und einer für die Selbstdarstellung des Künstlers ungewöhnlichen, das Gesamtwerk durchziehenden Ikonographie (Loplop) zu würdigen, ist das Ziel der in diesem Band versammelten Arbeiten.
Picasso - Skulpturen, Berlin - bup: 2008, ca. 460 Seiten, 90 Abb.
ISBN 978-3-940432-35-3

Das entstandene Vertrauen bewegte Picasso, seine bisher der Öffentlichkeit vorenthaltenen Skulpturen zur Sichtung und Katalogisierung frei zu geben. Der grundlegende, auf Gesprächen des Autors mit dem Künstler beruhende Text eröffnet den Zugang zu diesem Werkkomplex auf eine unvergleichliche Weise.
Kontinent Picasso, Berlin - bup : 2008, ca. 370 Seiten, 150 Abb.
ISBN 978-3-940432-36-0

Im fünften Band folgen Beiträge zum malerischen, graphischen und zeichnerischen Werk des Künstlers in allen Lebensphasen. Der jüngste Text erlaubt erstmals einen Blick auf das lange tabuisierte Spätwerk. Mit welcher Konsequenz Picasso in diesem Spätwerk Themen, Techniken und formale Fragen verfolgte, lassen sein ganzes künstlerisches Schaffen in neuem Licht erscheinen.
Wege ins 20. Jahrhundert, Berlin - bup : 2008, ca. 450 Seiten, 100 Abb.
ISBN 978-3-940432-37-7

Werner Spies widmet sich der historistischen Kunst in Frankreich, die zum Gegenbild der Moderne werden sollte. Erst die Auseinandersetzung mit dieser Kunst erlaubt die Darstellung der Entwicklung zu den Werken von Géricault und Delacroix, Courbet und Manet und schließlich des Beginns der Moderne bei Cézanne, van Gogh und Gauguin. Dass neben der offiziellen Kunst der Akademie gerade in den bisher wenig beachteten zeichnerischen Werken von Diderot über Grandville und Doré zu Ensor viele der später in die Moderne übernommenen stilistischen Mittel entwickelt wurden, zeigt der Autor ebenso, wie die Auswüchse der gründerzeitlichen Massenkultur.
Der Surrealismus und seine Zeit, Berlin - bup : 2008, ca. 490 Seiten, 100 Abb.
ISBN 978-3-940432-38-4

Welche Missverständnisse zur Verteufelung des Surrealismus als einer vor allem literarischen Kunst und zur unverdienten Missachtung der Bewegung führte, zeigt die Einführung dieses Bandes. Dada-Bewegung, erste und zweite surrealistische Generation: Hier wird deutlich, wie unausweichlich das Prinzip dieser Kunst wurde. Dass der Band mit der Darstellung der Tatsachen des Lebens und des Alltäglichen mit George Grosz und Otto Dix endet, zeigt, das Gewicht derjenigen Kunstrichtungen, die sich dem Leben zuwandten. Aber natürlich wäre eine Darstellung der Zeit unvollständig ohne Texte über Matisse und Léger, über Malewitsch, Mondrian bis zu Chagall, die ihre Revolution in der formalen Erfindung suchten.
Zwischen Action Painting und Op Art, Berlin - bup : 2008, ca. 370 Seiten, 100 Abb.
ISBN 978-3-940432-39-1

Die Entwicklung der Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg setzt in diesem Band ein mit zwei Texten über den Bauhaus-Künstler und dann in die USA ausgewanderten Josef Albers, dessen Farbkunst viele junge amerikanische Künstler beeinflusste.
In den USA entstanden die vitalen Gegenbewegungen gegen eine europäische Nachkriegskunst, die sich zwischen sublimem Formzerfall und der Suche nach mythischen Ursprungsformeln verzettelte. Von Jackson Pollock über Barnett Newman, als den Energiezentren dieser Bewegung, führt der Weg wieder zurück nach Europa zu Victor Vasarely, der als Protagonist der Moderne kaum in Erscheinung trat. Werner Spies zeigte früh, das konsequente Darstellung optischer Phänomene die Person des schaffenden Künstlergenies in Frage stellte und dass Vasarely die Möglichkeit des Mediums Film und die Reproduzierbarkeit seiner Werke bereits in einer Bewusstheit einsetzte, die weit über seine Zeit hinaus wies.
Von Pop Art bis zur Gegenwart, Berlin - bup : 2008, ca. 490 Seiten, 100 Abb.
ISBN 978-3-940432-40-7

An den Werken von Andy Warhol und Joseph Beuys lassen sich viele Grundsätze der Kunstentwicklung bis in die heutige Zeit festmachen.
Andy Warhol revolutionierte die Kunst nicht nur durch serielle Praktiken oder die Erfindung neuer Techniken, der Kult um seine Person machte ihn erst zum Helden der Pop-Art. Wie Joseph Beuys sich zu diesem Kult verhält und welches seine Themen sind, wird auch deutlich, wenn man Beuys an den Anfang einer Entwicklung der deutschen Kunst stellt, die Gerhard Richter und Sigmar Polke. Jörg Immendorff, Georg Baselitz und Anselm Kiefer in den Blick nimmt. Am Ende stehen die Werke der jüngsten Küstlerstars Neo Rauch und Andreas Gursky.
Literatur und Betrieb, Berlin - bup : 2008, ca. 500 Seiten, 20 Abb.
ISBN 978-3-940432-41-4

Die Texte dieses Bandes enthalten das versteckte Berufsporträt des Verfassers.
Am Anfang steht die Begegnung mit dem großen Kunsthändler und Intellektuellen Daniel-Henry Kahnweiler. Er öffnete dem jungen Mann die Türen auch zu seinen Dichterfreunden Francis Ponge und André Malraux. Es folgen Samuel Beckett und Nathalie Sarraute, Alain Robbe-Grillet und Claude Simon, über die Spies zu den jüngsten Entwicklungen der französischen Literatur vor allem des Nouveau Roman kommt. Berichte von großen Ausstellungen und Museumsbauten und vor allem eine fast geschlossenen Berichterstattung von der Biennale in Venedig erschließen die Geschichte des Ausstellungswesens der Nachkriegszeit erschließen können, erstaunt den aufmerksamen Leser dann endgültig.
